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Warum in die Ferne schweifen ...

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Im Juni 2008 ging es für 5 Tage von der Felixfarm aus in die Eifel - Bericht über einen gelungenen Wanderritt

Mittwoch Mittag, letzter Schultag: bei der Anreise am Vormittag Stau und Regen, die Stimmung sank. Um 14 Uhr sollte es losgehen, aber ein Unwetter über Erftstadt ließ uns im Stall verharren. Dann gegen 15 Uhr endlich Wetterberuhigung, die Stimmung stieg, die ersten Sonnenstrahlen ließen sich durch die dicken Wolken blicken - wir wagten den Abritt. Vorweg gesagt: wir sind in den folgenden Tagen nicht einmal nass geworden! Statt dessen immer wieder Sonne und angenehme Temperaturen.

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Am ersten Nachmittag ging es an der Erft entlang zur Burg Kühlseggen, in deren Schatten wir einen kleinen Stopp einlegten. Anschließend weiter nach Lommersum, wo wir in "Lubbock-Town", einer Westernstadt übernachten sollten. Wir waren vorgewarnt, es würde rustikal - und es wurde rustikal! 10-Bett-Zimmer(chen) für uns alle und von der Dusche erfuhren wir durch ein Missverständnis erst am nächsten Morgen. Aber die freundliche Aufnahme bei Familie Feldgen und den Mitgliedern des Vereins der Western Indianerfreunde e. V. ließen über diese Dinge leicht hinwegsehen und schon der Abend wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis. Da machte es auch nichts, dass die Nacht kurz und unruhig war.

Nachdem der Hufschmied meinem Pferd ein verlorenes Eisen wieder untergenagelt hatte (der Schmied wurde noch öfter benötigt, zum Glück nicht jedes Mal für mein Pferd) konnte es losgehen: bei herrlichstem Wetter zur Steinbachtalsperre und von dort nach Bad Münstereifel, Übernachtung in der dortigen Jugendherberge. 
Auch diese Nacht war kurz, aber nur, weil vor der Jugendherberge so ein gemütlicher runder Tisch stand, von dem wir so schnell nicht wieder loskamen.

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Hatte es morgens beim Frühstück noch geregnet, so klarte es doch rasch auf. Gemütlich ging es zur Kakus-Höhle (Stopp mit Hufschmied) und dann zum kulinarischen und bettentechnischen Höhepunkt der Reise: zum Josefshof nach Mechernich-Bergheim. Ein kleines Hotel nur für uns, ein hervorragendes Essen und eine gemütliche Sitzecke zum Klönen nebst gutem Wein und was man sonst noch so mochte - was wollten wir mehr? Muss ich noch erwähnen, dass die Nacht kurz und am nächsten Morgen der Hufschmied da war?

Wir wären gerne geblieben und überlegen uns schon, ob wir uns mal ein paar Tage Josefshof leisten können. Aber gut, es ging weiter durch die schöne Eifellandschaft mit einem Stopp an Schloss Eicks (der Kuchen war einfach köstlich!) nach Zülpich-Bürvenich zum Islandpferdegestüt Wildenburger Hofstadt der Familie Scheuffgen. Hier wurden wir sehr herzlich von Herrn Scheuffgen empfangen, der uns nach dem Absatteln und Pferdeversorgen erst mal auf eine Umtrunk einlud und dessen Erzählungen wir noch stundenlang zugehört hätten, wenn unsere Mägen nicht so geknurrt hätten. Die Nacht war so angenehm, dass wir zum Leidwesen anderer bis weit nach Mittternacht die gemütliche Sitzecke im Hof bevölkerten.

 
 
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Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen von der Eifel und wieder Richtung Erftstadt aufbrechen. Die Landschaft wurde flacher, aber die Galoppstrecken zwischen den Feldern waren klasse!

Fazit des Wanderritts: ein schöner, abwechslungsreicher Trip, die Landschaft der Eifel kann es locker mit dem Westerwald aufnehmen, wenig Schlaf und viel, viel Spaß! Nachmachen lohnt sich - wir werden wiederkommen!

Annette aus Unna